Aznar fordert von EU mehr Eigeninitiativen im Nahost-Konflikt

19. Februar 2002, 14:34
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EU-Ratsvorsitzender bekundet Unterstützung für Arafat

Lissabon/Madrid - Als EU-Ratsvorsitzender hat Spaniens Premier Jose Maria Aznar die Europäische Union aufgefordert, im Nahost-Konflikt eine "einheitliche Position" einzunehmen und eigene Lösungsvorschläge anzubieten. In einem Gespräch mit der portugiesischen Zeitung "Publico" bekundete Aznar am Dienstag seine volle Unterstützung für den palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat. "Arafat ist der legitime Verhandlungspartner, weil ihn das palästinensische Volk gewählt hat", sagte Aznar. ****

Der spanische Ministerpräsident hielt sich in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon auf, wo er den konservativen Spitzenkandidaten Jose Manuel Durao Barroso unterstützt hat. Mitte März finden in Portugal vorgezogenen Parlamentswahlen statt. Aznar wies zwar auf die Notwendigkeit hin, dass die Europäische Union vor allem in der internationalen Sicherheitspolitik stärker als bisher mit den USA zusammenarbeiten müsse. Doch sollte die EU dabei auch eindeutig ihre eigene Position herausarbeiten. Damit die Europäische Union in Zukunft auch verstärkt mit einer Stimme auftreten könne, müssten die EU-Institutionen gestärkt und das reibungslose Funktionieren der Organe in einer erweiterten EU gesichert werden.(APA)

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