Haiangriffe, nüchtern betrachtet

19. Februar 2002, 13:44
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Langfristig steigt der Trend - das letzte Jahr jedoch war eher ruhig

Florida - Trotz einiger spektakulärer Attacken ist die Zahl der tödlichen Haiangriffe im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Weltweit starben insgesamt fünf Menschen - sieben weniger als im Vorjahr, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Universität von Florida hervorgeht.

Die Forscher registrierten 76 Angriffe, im Jahr 2000 waren es noch 85. Besonders großes Medieninteresse erregte ein Fall in den USA, bei dem ein Hai einem kleinen Burschen den Arm abbiss. Da der Onkel das Körperteil rettete, konnte der Arm wieder angenäht werden.

Die tödlichen Attacken ereigneten sich vor den Kapverdischen Inseln, vor Mosambik und der Küste der USA. Auch aus Südafrika, Australien, Brasilien, den Marshall-Inseln und Neuseeland wurden Haiangriffe gemeldet. Meist kamen die Opfer jedoch mit geringfügigen Verletzungen davon.

Über eine längere Frist betrachtet, ist die Zahl der Haiattacken in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen. Grund dafür ist nach Ansicht der Forscher, dass die Menschen mehr Zeit im Wasser verbringen und Angriffe heutzutage zuverlässiger registriert werden. (APA/AP)

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