Bank Burgenland zieht für Fonds Credit Suisse an Land

19. Februar 2002, 13:08
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Zwei neue Produkte: "Burgenländisches Produkt mit Schweizer Unterstützung"

Eisenstadt - Mit zwei neuen Investmentfonds will die Bank Burgenland bei den von Analysten als eher konservativ eingeschätzten Anlegern auf dem heimischen Markt punkten: Ab März bietet die Bank einen EU-Renten 1-Fonds und ein EU-Aktien 1-Fonds mit einem nach oben hin offenen Volumen von zunächst jeweils rund 7,27 Mill. Euro (100 Mill. S) an. Als Partner und Fondsmanager der am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt präsentierten Produkte fungiert die Credit Suisse (Austria) Vermögensverwaltung AG.

Die Bank Burgenland war bisher in einer "Maklerfunktion" als Anbieter von Produkten anderer Kapitalgesellschaften am Markt tätig. Dieses Konzept wolle man auch längerfristig anstreben, erklärte Vorstandsdirektor Gerold Stagl. Mit der Credit Suisse gebe es eine langjährige Zusammenarbeit. Nun biete man "ein burgenländisches Produkt mit Schweizer Unterstützung" an: "Wir haben Profis aus dem Investmentbereich an Land gezogen."

Der EU-Renten 1-Fonds konzentriert sich auf den Euro-Raum und ist ausschließlich in Anleihen internationaler Emittenten platziert, erläuterte der Leiter des Bereiches Treasury in der Bank Burgenland, Helmut Karner. Investiert wird dabei hauptsächlich im Bereich Schuldner bester Bonität und nur teilweise im AA- bzw. A-Bereich: "Somit kann man ausschließen, dass echte Qualitätsrisiken in dieses Portfolio hineinkommen."

Performance nahe an DJ Euro Stoxx 50

Die Laufzeit soll sich im Rahmen von 7 bis 10 Jahren bewegen. "Trotz kleiner Stückelung von 100 Euro (1.376 S) zu Beginn versetzen die Fonds den Anleger in eine Position, wo er das Know-How einer Bank genießen kann, die auf Vermögensverwaltung spezialisiert ist", sagte Karner.

Der EU-Aktien 1-Fonds investiert in Aktien aus dem EU-Raum und konzentriert sich dabei vor allem auf Blue Chips-Titel. Von der Performance her soll sich die Anlage "relativ nahe" am DJ Euro Stoxx 50 bewegen, der gemeinsam mit von der Credit Suisse empfohlenen Titeln die Basis der Auswahl für das Portfolio bildet. "Währungsrisiken werden bei beiden Fonds nicht eingegangen. Was der Kunde hier kauft, sind einfach Euro-Titel", so Credit Suisse-Investmentberaterin Susanne Müssauer." Beide Fonds lassen sich individuell kombinieren, der Rentenfonds ist auch abfertigungs- und pensionsrückstellungsgeeignet.

Ausschüttungsdatum für beide Fonds ist der 15. April. Als Kapitalanlagegesellschaft fungiert die Hypo-Kapitalangalgegesellschaft m.b.H. Depotbank ist die Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG. (APA)

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