FAO: Vier Millionen Menschen von Lebensmittelknappheit bedroht

19. Februar 2002, 12:30
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Ernteeinbrüche im Süden Afrikas

Knapp vier Millionen Menschen sind von akuter Lebensmittelknappheit im Süden Afrikas bedroht. Das teilte die UN-Ernährungsorganisation FAO heute, Dienstag, in einer Aussendung mit. Schuld an der bedrohlichen Situation sind Einbrüche in der Maisernte.

Malawi, Zambia, Angola, Mozambique, Swaziland und Zimbabwe besonders gefährdet

Nach schon im Vorjahr knappen Erträge gehen jetzt besonders in Malawi, Zambia, Angola, Mozambique, Swaziland und Zimbabwe die Nahrungsreserven zu Ende, betonte die FAO. Die jetzt anstehenden Ernten werden den Jahresbedarf der Gebiete bei weitem nicht mehr decken können, hieß es. Schuld an den Missernten ist hauptsächlich das schlechte Wetter, aber in manchen Gebieten auch eine Reduktion der Anbaufläche. So sorgten etwa in Zimbabwe lange Dürreperioden und darauf folgende, sintflutartige Regenfälle für eine Reduktion der Maisernte um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Malawi schrumpfte der Maisertrag bereits 2001 um ein Drittel gegenüber 2000.

Gleichzeitig schnellte der Preis für Kukuruz im gesamten Süden Afrikas in die Höhe, so die FAO. Das World Food Programme (WFP) hat bereits mit Maislieferungen in Region begonnen, um das Schlimmste zu verhindern. Nach der schlechten Ernte 2001 wird die jetzt anstehende Maisernte auf rund 13.4 Millionen Tonnen geschätzt. Das ist um ein Viertel weniger als der Ertrag des Jahres 2000 und weit unter den Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. (APA)

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FAO
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