Regionale und soziale Innovation

19. Februar 2002, 12:23
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"Würdigungspreis für grenzüberschreitende Kulturarbeit" für Egon Schiele Art Centrum

Wien - Erster Preisträger des im Vorjahr neu gestifteten "Würdigungspreises für grenzüberschreitende Kulturarbeit" ist (für 2001) das Egon Schiele Art Centrum in Cesky Krumlov. Das gibt das Staatssekretariat für Kunst und Medien in einer Aussendung bekannt und zitiert dazu Kunststaatssekretär Franz Morak: "Mit der Zuerkennung des ersten Würdigungspreises für grenzüberschreitende Kulturarbeit zeigen sich einmal mehr die tief verwurzelten Beziehungen zwischen Österreich und Tschechien auf kulturellem Gebiet."

Der Preis wurde dem Egon Schiele Art Centrum in posthumer Anerkennung der besonderen Leistungen des im Dezember 2001 verstorbenen künstlerischen Leiters dieses Zentrums, Herrn Gerwald Sonnberger, zuerkannt. Gemeinsam mit dem Kunstsammler Prof. Serge Sabarsky gehörten Gerwald Sonnberger und Mgr. Hana Jirmusová nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zum Gründungs- und Aufbauteam des Egon Schiele Art Centrums ab dem Jahr 1992.

Innovation

Der im Herbst letzten Jahres vom Bundeskanzleramt gestiftete Würdigungspreis für grenzüberschreitende Kulturarbeit ist mit 10.900.- Euro (rund ATS 150.000.-) dotiert und wird ausgeführten Kulturprojekten und -programmen gewidmet, die nachhaltige Zusammenarbeit zwischen österreichischen Kulturschaffenden und solchen der uns benachbarten Beitrittskandidatenländer zur Europäischen Union zum Ziel haben. Das Egon Schiele Art Centrum in Krumau wurde auf Vorschlag einer Jury zum Preisträger 2001 gewählt. Als Auswahlkriterien galten den Juroren die regionale und soziale Innovation, die Entwicklungsfähigkeit der Institution, die künstlerische Qualität des Programms und die professionelle Organisation der Initiative.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 1993 präsentiert das Egon Schiele Centrum neben einer Dauer-Ausstellung von Arbeiten Egon Schieles und weiteren Ausstellungen der klassischen Moderne auch solche junger zeitgenössischer Kunst. Rund sechzig Ausstellungen von darunter so bedeutenden Künstlern wie Käthe Kollwitz und Emil Nolde, Oskar Kokoschka und Max Beckmann, Alfred Hrdlicka und Arnulf Rainer, waren bisher im Egon Schiele Art Centrum in Krumau zu Gast. Darüber hinaus werden seit 1994 Ateliers und Wohnräume an bildende Künstlerinnen und Künstler, sowie an Schriftstellerinnen und Schriftsteller für jeweils mehrere Monate zur Verfügung gestellt. Österreich, Deutschland, Ungarn und die Tschechische Republik haben Ateliers für zehn Jahre angemietet. (APA)

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