Forstinger: "Ich hab so viel weitergebracht"

19. Februar 2002, 14:45
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Ex-Ministerin hat noch kein konkretes Jobangebot aus der Privatwirtschaft - Westenthaler "schon überrascht" vom Rücktritt

"Schon überrascht" vom Rücktritt von Infrastrukturministerin Monika Forstinger (F) hat sich vor dem Ministerrat FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler gezeigt. Für ihn habe es für diesen Schritt keine Anzeichen gegeben. Auch beim Parteivorstand am vergangenen Sonntag sei der Ministerwechsel kein Thema gewesen. Lob Westenthalers gab es aber jetzt schon für Forstingers Nachfolger Mathias Reichhold. Dieser sei "Vollblutpolitiker, Profi und langjähriger Weggefährte".

Westenthaler selbst will nach den Turbulenzen der vergangenen Tage von einem eigenen Rücktritt nichts mehr wissen. Er sei "voll motiviert und voller Tatendrang" und werde bis zur nächsten Wahl den Klub führen. Das indirekte Misstrauensvotum von sechs Kärntner Abgeordneten gegen ihn wollte der Klubchef nicht überbewerten. Es sei eine "außergewöhnliche Situation mit außergewöhnlichen Aussagen und außergewöhnlichen Handlungen" gewesen.

Forstinger lobt eigene Arbeit

"Ich hab so viel weitergebracht wie keiner vor mir" - Grasser: Gutes Timing für Rückkehr in Privatwirtschaft - Reichhold-Angelobung schon heute mittag Wien - Die scheidende Infrastrukturministerin Monika Forstinger (F) ist "stolz" auf ihre Arbeit während der letzten 15 Monate: "Ich habe so viel weitergebracht wie keiner vor mir", erklärte sie Dienstag Vormittag vor dem Ministerrat. Dabei verwies Forstinger u.a. auf den Generalverkehrsplan sowie auf das Verkehrssicherheitspaket. Im Zorn scheide sie nicht, da es sich um eine freiwillige Entscheidung handle.

Bisher noch kein konktretes Angebot für neuen Job

Aus dem Umkreis der scheidenden Ministerin hieß es hingegen, dass die Zukunft Forstingers noch ungewiss sei. Bis gestern, Montag mittag, habe Forstinger zumindest noch kein konkretes Angebot gehabt, hieß es aus den Kreisen.

Nicht wehleidig zeigte sich Forstinger bezüglich der heftigen medialen Kritik an ihrer Person. Es sei gerade für Frauen nicht leicht, wenn man mit bestimmten Fragen konfrontiert werde. Bei einem Wechsel in solch eine Position müsse man aber wissen, was auf einen zukomme. (APA)

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