DVD-Nachfolger vorgestellt

19. Februar 2002, 15:44
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"Blu-Ray"-Technologie macht Rohlinge kopiersicher - Bis zu 27 Gigabyte Kapazität möglich

Eine für Dienstag in Tokio anberaumte große Konferenz der DVD-Hersteller sorgt für Aufregung in der Branche und den Medien. Wie der offiziellen Pressemitteilung zu entnehmen ist, haben sich die Hersteller auf einen küftigen einheitlichen Standard bei wiederbeschreibbaren DVDs geeinigt und wollen diesen Durchbruch auf der Konferenz veröffentlichen.

Alle Big-Player versammelt

Auf der Hersteller-Konferenz werden sich alle Big Player aus den Bereichen Unterhaltungselektronik und PC-Peripherie, darunter Philips, Sony und Samsung, versammeln. Weitere Fixteilnehmer sind Hitachi, Pionier, Sharp, Matsushita, LG Electronics und Thomson Multimedia.

Die Schlacht der Standards

Bislang konnten sich die Hersteller nicht auf einen gemeinsamen Standard einigen. Beinahe jeder Entwickler hatte seine eigene Vorstellung: So gibt es derzeit unter anderem DVD-RAM, DVD-RW sowie DVD+RW als DVD-Technik. Schon die nächste DVD-Generation, die in ein bis zwei Jahren auf den Markt kommen wird, soll dank neuer "Blu-Ray"-Technologie eine Kapazität von rund 27 GB ermöglichen.

Dichtere Beschreibung möglich

Der Blaulicht-Laser mit seiner geringeren Wellenlänge ermöglicht, dass DVDs mit einem geringeren Abweichungsfehler dichter beschrieben werden als bisherige DVDs. "Blu-ray Disc" benutzt MPEG-2 als Kompressionstechnologie für die Aufnahme von HDTV. Der Standard erlaubt die Speicherung von zwei Stunden digitalen hochauflösenden Videos oder 13 Stunden normalen TV-Aufnahmen.

Die Schreibgeschwindigkeit für "Blu-ray Disc" beträgt 36 Mbps. Damit soll die Aufnahme von HDTV von einer digitalen Videokamera in Echtzeit möglich sein. Für den Urheberrechtsschutz führt der Standard eine eindeutige ID für Blue-ray Discs ein.(red/pte)

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