Oberösterreich: VP-Landesrat kritisiert häufige Wechsel im Verkehrsministerium

19. Februar 2002, 10:45
1 Posting

FP-Oberösterreich bedauert Forstingers Rücktritt

Linz - Mit Bedauern reagierten oberösterreichische Landespolitiker am Dienstag auf den Rücktritt von Infrastrukturministerin Forstinger. Die Gründe sind allerdings unterschiedlicher Natur. Während Landesrätin Ursula Haubner (F) einer "erfolgreichen Ministerin" nachtrauerte, kritisierte Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl (V) - als Verkehrsreferent des Landes stets in enger Zusammenarbeit mit dem Verkehrsminister - den häufigen personellen Wechsel im Ressort.

Hiasl: "Mangelnde personelle Kontinuität"

Hiesl zeigte sich vom personellen Wechsel im Infrastrukturministerium ebenfalls nicht begeistert. "Ich bin noch nicht sieben Jahre Straßenbaureferent, aber ich beginne jetzt mit dem sechsten Minister" beklagte er die mangelnde personelle Kontinuität im Ressort. Es brauche Zeit bis man "den Neuen wieder kennt" und bis sich dieser in Oberösterreich "auskennt". Derart häufige Wechsel halte er für "nicht gut".

Forstinger habe in ihrer kurzen Amtszeit viel erreicht, lobte Haubner, Stellvertreterin von Landesparteiobmann Hans Achatz, die Arbeit ihrer Parteikollegin. Es sei ihr als erster Ministerin gelungen, einen Generalverkehrsplan zu erstellen. Außerdem habe sie mit der Umsetzung eines vorbildlichen Verkehrssicherheitskonzepts begonnen. Forstingers - angekündigten - Wechsel in die Wirtschaft kommentierte Haubner mit den Worten: "Auch die Privatwirtschaft braucht starke Frauen". Dem neuen Infrastrukturminister Mathias Reichhold wünsche sie "ebensolche Energie, wie Forstinger sie hatte".(APA)

Share if you care.