Europas Online-Reisemarkt wächst - 20 Milliarden Euro Umsatz 2006 erwartet

19. Februar 2002, 10:13
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Studie: Bereits 19,6 Millionen Europäer besuchen Reiseseiten - Spitzenreiter Briten, Schlusslicht Italien

Reisebuchungen via Internet gewinnen in Europa zunehmend an Beliebtheit. Laut Einschätzung des internationalen Marktforschers Jupiter Media Metrix ist der europäische Online-Reisemarkt im vergangenen Jahr "deutlich gewachsen". Im Jänner 2002 besuchten laut jüngster Jupiter-Studie bereits 19,6 Millionen Europäer, mehr als 30 Prozent aller europäischen Internetsurfer, eine Reiseseite. 2006 sollen nach Einschätzung des Marktforschers bereits 20 Milliarden Euro über Online-Reisebuchungen umgesetzt werden.

Führend

Der größte Online-Reisemarkt ist laut Studie derzeit Großbritannien, wo im vergangenen Monat bereits fast sechs Millionen Internetnutzer - 36 Prozent aller UK-Websurfer - zumindest einmal auf einer Internetreiseseite vorbeigeschaut haben. Europäisches Schlusslicht war Italien mit 1,2 Millionen reiseinteressierten Internetnutzern, knapp 2 Prozent der italienischen Websurfer. In Deutschland griffen 5,1 Millionen Webnutzer auf Internetreiseseiten zu. In Österreich wurden keine Daten erhoben.

Ausdauer

Die Briten sind es auch, die am längsten auf den Reisseiten verweilen, im Schnitt immerhin 37,4 Minuten. Am wenigsten Geduld mit den Reiseseiten haben die Schweizer, die gerade einmal 17,9 Minuten pro Reiseseite aufwenden. Der durchschnittliche europäische Internetsurfer verbringt etwa 26 Minuten auf einer Travel-Homepage.

Bahn liegt vorne

Erfolgreichste Seite war im Jänner 2002 mit 2,1 Millionen Besuchern die Homepage der Deutschen Bahn, gefolgt von Lastminute.com mit 1,7 Millionen Besuchern und Easyjet.com mit knapp einer Million Visits.

Buchung

Insgesamt gewöhnen sich die Europäer nach Ansicht der Marktforschung zunehmend daran, ihre Zug- und Flugtickets online zu buchen. Viele Reiseseiten bieten laut Studie aber noch ungenügend Buchungs- und Entscheidungshilfe an. Daher würden viele Benutzer, die Beratung oder Hilfe brauchen, die Online-Buchung abbrechen und zu den ursprünglichen Buchungsmethoden über Telefon oder einen Besuch im Reisebüro zurückkehren, so Jupiter. (APA)

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