Riess-Passer: Keine weiteren Umbildungen

19. Februar 2002, 10:21
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Ministerwechsel nicht der Preis für die Generalvollmacht

Wien - Es werde keine weiteren Regierungsumbildungen geben, versicherte Vizekanzlerin und FPÖ-Chefin Susanne Riess-Passer Montag Abend in einem "ZiB 2"-Interview anlässlich des Rücktritts von Monika Forstinger als Infrastrukturministerin. Auf die Frage, ob der Austausch Forstingers gegen den Kärntner Mathias Reichhold der Preis für die "Generalvollmacht", die Riess-Passer am Sonntag im Bundesparteivorstand erhielt, sei, antwortete die FPÖ-Obfrau: "Das ist originell."

Mit Reichhold habe sie in vielen Funktionen zusammen gearbeitet und sei auch mit ihm in ständigem privaten Kontakt. Seinen Abgang aus der Politik vergangenes Jahr habe sie bedauert. Daher sei sie nun "froh", dass es ihr gelungen sei, ihn zu überzeugen, "mir zur Verfügung zu stehen". Den Abgang Forstingers bedauere sie, so Riess-Passer, die in diesem Zusammenhang aber auch massive Kritik an dem Medien übte. Die Angriffe der Medien seien "inakzeptabel und unmenschlich" gewesen. Vielleicht sei dies nun auch ein Anlass für die Medien, nachzudenken, gewissen Grenzen nicht mehr zu überschreiten.

Zu den Vorgängen in ihrer Partei, die sie schließlich bewogen haben, ihre USA-Reise abzubrechen und früher als geplant nach Wien zurückzukehren, sagte Riess-Passer, die vergangene Woche sei "bei weitem nicht optimal" gelaufen. Dafür könne man auch nicht den Medien die Schuld geben, das sei "Marke Eigenbau". Solche Dinge dürften nicht wiederholt werden, aus Fehlern müsse man lernen. Man dürfe den politischen Gegner auch nicht die Freude machen, sich in dieser Weise darzustellen, da die FPÖ ihre Kraft für wichtigere Dinge brauche. (APA)

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