Kampf um Poleposition am Datenhighway

18. Februar 2002, 19:23
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Vom Glasfaser- zum Komplettanbieter

Neuformierung auf der breiten Datenautobahn: Nach den Pleiten von Carrier One sowie Global Crossing, die für Geschäftskunden weltumspannende Daten- und Kommunikationsdienste via Glasfasernetz angeboten haben, werden die Karten neu gemischt. Equant, Cable & Wireless, KPNQwest, Worldcom sowie T-Systems zählen zu den Branchenriesen, die auf dem schnellen Datenhighway Kommunikationsdienste anbieten. Dazu zählen Internet, Daten- und Telefondienste, die in Form von geschlossenen Netzwerken Firmen über Glasfasernetze (für Banken, Industrie, Handel) sowie deren Niederlassungen rund um den Globus verbinden sollen. Nach dem Absturz im Internetbusiness sowie sinkenden Preisen ist der Kampf um die Poleposition am Datenhighway härter denn je.

Folgen

"Der Preisverfall, der durch das Überangebot an Breitbandkapazität weltweit entstanden ist, hat Folgen", sagt Michel Picaud, Vorstandsmitglied von Equant, an der seit Mitte 2001 France Télécom (FT) 54 Prozent der Aktien hält, der Rest befindet sich in Streubesitz. Die in 220 Ländern vertretene NetzwerkCompany will künftig Komplettpakete schnüren, die neben der Infrastruktur auch Dienstleistungen, Projektmanagement sowie Consulting beinhalten. Eine Strategie, die auch von Cable & Wireless verfolgt wird, bestätigt Jörg Becker, C&W-Region-Manager für Österreich.

Weniger Mitarbeiter

Infolge der Übernahme durch die FT mit deren Datentochter Global One hatte Equant angekündigt, bis Ende 2002 die Belegschaft um 3000 auf 10.000 Mitarbeiter abzubauen. Die Hälfte der Streichungen sei bereits zum Ende 2001 realisiert. Die österreichische Tochter, die mit 69 Mitarbeitern auch die Märkte für Slowenien, Kroatien, Albanien und im Kosovo bearbeitet, ist von den Streichungen nicht betroffen, sagt Dietmar Frei, Geschäftsführer von Equant Österreich. (jake - Der Standard Printausgabe)

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