UMTS überstrahlt Messe

20. Februar 2002, 15:32
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Die Telefonie bleibt eine Boombranche: Bei der weltgrößten Handymesse, der 3GSM in Cannes, werden Trends zu antizipieren versucht

Wien - Ende 2001 besaßen weltweit mehr als 900 Millionen Menschen - etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung - laut einer Studie des Marktforschers Displaysearch ein Handy. Bis 2005 sollen Schätzungen zufolge 24 Prozent der Weltbevölkerung ein Handy haben.

Die Trends aus der Mobilfunkwelt am Dienstag bei der weltgrößten Handy messe, der 3GSM World Congress, im Palais de Festival in Cannes gezeigt werden, betreffen vor allem die dritte Mobilfunkgeneration UMTS (Universile Mobile Telephone System) sowie die mobile Internettechnologie GPRS (General Packet Radio System). Dabei gibt es auch einige Produktneuheiten:

Motorola prescht vor

Der amerikanische Mobiltelefonhersteller Motorola wird im dritten Quartal das erste Handy mit dem neuen Standard UMTS auf den deutschen Markt bringen; die Produktion für das "A820" genannte Mobiltelefon startet im ersten Halbjahr.

Das Mobiltelefon wird sowohl in den im Aufbau befindlichen UMTS-Mobilfunknetzen als auch im weiter bestehenden Mobilfunkstandard GSM Sprache und Daten übertragen können, so Motorola. Auch Datenübertragungen im GPRS-Standard sollen mit dem voraussichtlich 1000 EURO teuren Gerät möglich sein. Zudem ist es aufgrund der Mehrbandtechnik (Tri-Band) weltweit einsetzbar.

Handyverkauf

Im Jahr 2001 wurden weltweit laut einer Studie des Marktforschers Ovum (Stand Jänner 2002) knapp 400 Millionen Handys verkauft. Heuer soll diese Zahl auf 512 Millionen steigen, 2006 sollen den Schätzungen von Ovum zufolge 900 Millionen Stück verkauft werden. Die meisten Handys wurden im Vorjahr in Westeuropa (103 Millionen Stück) abgesetzt, gefolgt von Asien-Pazifik (85 Millionen Stück) und Zentralasien (83 Mio. Stück). Dahinter findet sich weit abgeschlagen Nordamerika (rund 50 Mio. Stück).

In Österreich wird die Penetration laut Ovum-Schätzungen heuer auf 87,4 Prozent steigen. Die Alpenrepublik wird damit EU-weit an zweiter Stelle nach Luxemburg mit 89,5 Prozent liegen. (DER STANDARD, Printausgabe 19.2.2002)

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