80 Flüchtlinge in Kühltransporter entdeckt

18. Februar 2002, 17:20
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Die irakischen Kurden wollten nach Italien

Ancona - In einem Kühl-Lastwagen haben 80 irakische Kurden versucht, von Griechenland per Fähre über das Mittelmeer nach Italien zu kommen. Wie die Hafenpolizei am Montag in Ancona mitteilte, hatten die Flüchtlinge während der Überfahrt den Kühltransporter verlassen, weil sie befürchteten, ohne Frischluft zu ersticken oder zu erfrieren. Sicherheitskräfte nahmen die illegalen Einwanderer noch auf dem Schiff fest.

Drei Personen seien in Ancona zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden. Die Einwanderer, die nach eigenen Angaben 1.000 Dollar (rund 1.150 Euro) für die Überfahrt und den Transport im Lkw hatten bezahlen müssen, seien von Ancona aus umgehend nach Griechenland zurückgebracht worden.

Der Fahrer des Lkw, ein 50-jähriger Grieche, sei wegen Verstoßes gegen das Einwanderungsgesetz festgenommen worden. Im Juni 2000 ereignete sich eine Flüchtlingstragödie, als 58 chinesische Einwanderer erstickt im Frachtraum eines Gemüse-Lastwagens im britischen Seehafen Dover entdeckt wurden. (APA/Reuters)

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