Größter Juwelendiebstahl der Geschichte schlug fehl

18. Februar 2002, 17:01
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Hinweis an Polizei ließ "verruchtes Verbrechen" in Londoner "Millennium-Dom" scheitern

London - Es wäre der größte Juwelendiebstahl der Kriminalgeschichte gewesen, doch er schlug fehl. Fünf Gangster im Alter von 32 bis 57 Jahren, die im November 2000 zwölf der teuersten Diamanten der Welt aus dem Londoner "Millennium-Dom" stehlen wollten, wurden am Montag vom Strafgericht "Old Bailey" zu Haftstrafen zwischen fünf und 18 Jahren verurteilt. "Es war ein verruchtes und höchst professionelles Verbrechen", sagte Richter Michael Combe.

Diamanten im Wert von 328 Mill. Euro

Die Angeklagten hatten zugegeben, dass sie die Diamanten im Wert von mindestens 200 Millionen Pfund (328 Mill. Euro/4,52 Mrd. S) hatten stehlen wollen, bestritten aber, dass sie dabei notfalls auch Gewalt angewendet hätten. Das glaubte die Geschworenenjury jedoch nur einem von ihnen.

"Millennium Star"

Die Täter hatten es unter anderem auf den als "unschätzbar" bezeichneten "Millennium Star" mit einem Gewicht von 203 Karat (40,6 Gramm) abgesehen. Mit einem Schaufel-Lader waren sie kurz nach der morgendlichen Öffnung des "Doms" direkt in die so genannte Geldzone der Ausstellungshalle gefahren. Sie setzten Gasmasken auf und zündeten Rauchbomben.

Doch die Polizei war dank eines Tipps schon lange über ihre Pläne informiert gewesen und hatte die Diamanten durch billige Repliken ersetzt. Während sich die Räuber ans Zerschlagen des Panzerglases machten, setzten Hubschrauber und Schlauchboote draußen Spezialeinheiten der Polizei ab. Minuten später klickten die Handschellen. (APA/dpa)

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