"McKoscher" statt McDonald's

19. Februar 2002, 15:20
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Jerusalemer Rabbinat will damit Erleichterung für ultra-orthodoxe JüdInnen schaffen, koscher zu essen

Jerusalem - Die internationale Fast-Food-Kette McDonald's soll nach Vorstellungen des obersten Rabbinats in Jerusalem seine koscheren Hamburger-Restaurants in "McKoscher" umbenennen. Auf diese Art und Weise würde es den vielen ultra-orthodoxen JüdInnen der Stadt leichter gemacht, zwischen "gut" (koscher) und "böse" (nicht-koscher) zu unterscheiden.

Koscher-Zertifikat

Um vom jüdischen Rabbinat ein so genanntes Koscher-Zertifikat zu erhalten, müssen israelische Restaurants nicht nur nachweisen, dass das dort verkaufte Fleisch geschächtet und entsprechend präpariert wurde. Auch darf dort Fleisch nicht zusammen mit Milchprodukten verkauft werden. Ein "Cheeseburger" verstößt zum Beispiel gegen die Vorschriften.

McDonald's hat bereits angedeutet, dass es den Vorschlag der Glaubensmänner erwägen will. Nach Monate langem Streit mit dem Rabbinat konnte die Kette erst am vergangenen Sonntag eine Filiale in der Stadt eröffnen, die nicht-koschere Gerichte anbieten darf. (APA/dpa)

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