Streit zwischen France Telecom und Mobilcom über UMTS

18. Februar 2002, 14:09
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Franzosen fordern Überarbeitung des Geschäftsplanes

Der Telefonkonzern Mobilcom und dessen Anteilseigner France Telecom/Orange sind sich nicht einig über den weiteren Ausbau des UMTS-Netzes in Deutschland. France Telecom/Orange habe dem Geschäftsplan von Mobilcom-Chef Gerhard Schmid bisher nicht zugestimmt, teilte Orange am Montag in London mit. France Telecom hält 38 Prozent der Mobilcom-Anteile.

Abmachungen

Laut Orange haben beide Firmen ein Rahmenabkommen über den Aufbau des deutschen UMTS-Netzes abgeschlossen. Danach müsse France Telecom an Mobilcom Geld für den Netzaufbau überweisen, falls das nötig sein sollte. Die Verpflichtung laufe aus, wenn das Netz in Betrieb gehe.

Einigkeit

Laut Orange müssen sich France Telecom und Mobilcom in grundlegenden finanziellen Fragen aber einig sein, dazu gehört nach Ansicht der Franzosen der Geschäftsplan der Deutschen zum UMTS-Aufbau. Dieser Geschäftsplan müsse überarbeitet werden, da sich die Aussichten für den UMTS-Markt geändert hätten.

Ausgang klar

Falls sich die Partner nicht einigen können, sitzt France Telecom nach eigenen Angaben am längeren Hebel und kann der Mobilcom seine Vorstellungen diktieren. Von Mobilcom war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen. (APA)

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