Wiener Krebshilfe-Projekt: "Mama hat Krebs"

18. Februar 2002, 13:47
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Projekt soll Probleme der steigenden Krebserkrankungen mildern

Wien - Wiens Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann präsentierte vor allem Zahlenmaterial zum Thema Krebs: Rund 7.000 der 34.000 Neuerkrankungen an Krebs in Österreich entfielen auf Wien. Mit einem Anteil von 26 Prozent ist Brustkrebs bei den Frauen am häufigsten. 22 Prozent der Krebsfälle bei Männern entfallen allein auf Prostatakrebs.

Krebserkrankungen im Ansteigen

Hier sei aber zu überlegen, ob der beobachtete Anstieg nicht auch auf die Diagnose von Erkrankungen zurückzuführen sei, die unbeachtet keine Probleme machen würden. 17 Prozent der bösartigen Erkrankungen bei den Männern entfallen auf Lungenkrebs, bei den Frauen sind es zehn Prozent.

Das Problem laut Pittermann: "Von 1983 bis 1998 hat es bei den Frauen eine Zunahme der Lungenkrebserkrankungen um 41 Prozent gegeben." Doch auch für die Stadträtin gibt es positive Tendenzen: "Wir wissen, dass die Menschen mit Krebs immer besser, immer länger leben."

Projekt "Mama hat Krebs"

Ein zukunftsweisendes Projekt hat die Wiener Krebshilfe entwickelt. Ihr Präsident, der Tumorforscher Univ.-Prof. Dr. Michael Micksche: "Es heißt 'Mama hat Krebs'. Das Problem tritt auf, wenn die Mutter an Krebs erkrankt und ihr Kind von der Krankheit 'entfernt' halten will. Sie hat Angst, dass das Kind die Frage stellen könnte, die die Mutter nicht beantworten kann: 'Wie lange noch'?". Hier hilft ein Team von PsychologInnen den Betroffenen, einen Weg zum Umgang mit der Krankheit der Mutter zu finden. (APA)

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