France Telecom-Tochter Equant erwartet heuer 20 Prozent Datenwachstum

18. Februar 2002, 13:42
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In Österreich soll Umsatz 2002 von 14 auf 18 Mill. Dollar steigen

Der internationale börsenotierte Telekomnetzanbieter Equant, eine 54-prozentige Tochter der France Telecom, erwartet einen deutlichen Anstieg des Datenvolumens in den kommenden Jahren. Zwar gebe es jetzt in den weltweiten Telekomnetzen klare Überkapazitäten, eine "Marktbereinigung" sei im Gange. Mit neuen Angebote, vor allem Voice Over IP - der Sprachtelefonie über Datenleitungen (Internet) -, werde das übertragene Datenvolumen aber kräftig ansteigen, prognostizierte Michel Picaud, verantwortlich für Zentral- und Osteuropa, am Montag im Gespräch mit der APA. Für heuer erwartet Picaud ein Datenwachstum von etwa 20 Prozent.

Equant, nach eigenen Angaben mit einem Datennetz über 220 Länder der größte Netzwerkanbieter weltweit, hat derzeit etwa 4.000 Kunden, darunter 70 der 100 erfolgreichsten Weltkonzerne. Mit einer steigenden Kundenzahl rechnet das Unternehmen heuer zwar nicht. Auch Akquisitionen seien nach dem Zusammenschluss mit der France Telecom-Tochter Global One heuer keine geplant. Mit neuen Services - neben Voice over IP auch Consulting und Projektmanagement - soll der Umsatz 2002 aber dennoch gesteigert werden. Beim Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) wolle Equant 2002 bereits schwarze Zahlen schreiben, betonte Picaud.

Umsatz von 3,1 Mrd. Dollar

Im vergangenen Jahr 2001 hat Equant mit 13.000 Mitarbeitern seinen Umsatz weltweit mit 3,1 Mrd. Dollar (3,57 Mrd. Euro/49,1 Mrd. S) laut Picaud um etwa 25 Prozent gesteigert. In Österreich hat das Unternehmen mit etwa 200 Kunden - darunter das Außenministerium mit 118 weltweiten Standorten - 2001 rund 14 Mill. Dollar umgesetzt, um 15 Prozent mehr als im Jahr davor. Heuer erwartet Österreichchef Dietmar Frei einen weiteren Umsatzzuwachs in Österreich um 29 Prozent auf 18 Mill. Dollar.

Die Österreichtochter von Equant soll in den nächsten Jahren deutlich an Bedeutung gewinnen. Neben Österreich ist die Unternehmenstochter auch für Slowenien, Kroatien, den Kosovo und Albanien zuständig. Vor allem in Slowenien erwarte man heuer bereits deutliche Zuwächse. In Kroatien sei man derzeit man "Markaufbau", die "Ernte" werde soll es dort 2003 geben, sagte Frei am Montag vor Journalisten.

Angesichts der Wachstumspläne ist die Österreichtochter des Konzern mit ihren derzeit 69 Mitarbeitern von Personalabbauplänen des Konzerns nicht betroffen. Weltweit baut Equant derzeit etwa 3.000 Mitarbeitern ab. Die Restrukturierung soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Mit danach 10.000 Mitarbeitern habe man aber dann "den endgültigen Personalzielstand" erreicht. Weiteren Persoanlabbau werde es keinen geben, so Picaud.(APA)

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