Auto ist für Österreichs Frauen das sicherste Transportmittel

18. Februar 2002, 12:38
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ÖAMTC-Expertin: "Gesundes Misstrauen" bei nächtlichen Autofahrten als Selbstschutz

Wien - Bei Autofahrten in der Nacht kann man schnell Angst bekommen, etwa wenn jemand an die Autoscheibe klopft. Besonders bei Frauen komme etwa in schlecht beleuchteten Tiefgaragen oder Unterführungen rasch ein ungutes Gefühl auf. Das Auto sei aber jenes Verkehrsmittel, indem sich Frauen am sichersten fühlen, sagte Eva Wurm, Verkehrspsychologin des ÖAMTC, am Montag.

Verlängertes Zuhause

Umfragen hätten ergeben, dass Frauen auch auf Grund des subjektiven Sicherheitsgefühls den Wagen nachts dem Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln vorziehen. Klopft etwa jemand an die Scheibe und man fühlt sich nicht sicher, braucht man einfach nur nicht öffnen.

Abwehrtechniken

Nicht jeder, dem man in der Nacht begegnet, ist ein potenzieller Verbrecher, so der Club. Gesundes Misstrauen und ein paar Vorsichtsmaßnahmen seien aber angebracht. Kommt man wirklich einmal in Bedrängnis und wird von einem Fremden belästigt, müssen eindeutige Zeichen gesetzt werden, dass man abwehrbereit ist.

Versucht jemand in das Auto einzudringen und reißt etwa plötzlich die Autotür auf, rät die Verkehrspsychologin: "Nerven bewahren und energisch und bestimmt sagen, was man will oder nicht will." Der Fremde sollte nicht geduzt oder provoziert werden. Von Abwehrmitteln, wie etwa Pfefferspray, hält Wurm wenig: "Die Situation könnte eskalieren, außer Kontrolle geraten, oder die Waffe gegen einen selbst verwendet werden."

Sicherheitsmaßnahmen

Relativ schnell schützen können sich laut ÖAMTC Insassen von Autos mit Zentralverriegelung. Meist haben diese Fahrzeuge im Innenraum einen Panikschalter, der in Sekundenschnelle alle Türen verriegelt. Viele Typen verriegeln sich nach kurzer Fahrt selbst. Bei einem Crash gehen die Schlösser natürlich wieder auf.

Frauenparkplätze in Tiefgaragen sind heller beleuchtet und von Überwachungskameras leichter einsehbar. Von diesem Angebot sollten Frauen auch Gebrauch machen, hieß es. Wird in einer finsteren Tiefgarage geparkt, sollte beim Betreten bzw. beim Aussteigen aus dem Auto aufmerksam das Umfeld beobachtet werden. Der Tipp von Wurm: "Selbstsicherheit zeigen und zielstrebig seinen Weg gehen".
(APA)

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