Der 11. September als technisches Trauma

18. Februar 2002, 12:27
posten

Internationale Flugsicherheitsexperten tagen in Montreal

Wien - Ein internationales Treffen der Flugsicherheitsexperten findet Dienstag und Mittwoch in Montreal statt. Organisiert wird die ministerielle Zusammenkunft von der International Civil Aviation Organisation (ICAO). Themenschwerpunkte werden die Folgen des 11. Septembers sein, erklärte Josef Hackl, österreichischer Delegationsleiter und Referent für Luftfahrt im Verkehrsministerium.

Rund 138 Mitgliedsstaaten hat die ICAO. Diskussionsthema bei dem Treffen werde auf jeden Fall die Sicherheit im Flugzeug sein, so Hackl. Im Vordergrund stehe dabei die Frage, ob das Cockpit vom Passagierraum in Zukunft vollständig abgeschottet sein soll. Der grundsätzlichen Idee würden praktische Gründe entgegenstehen. So gebe es etwa bei einigen Flugzeugtypen Notausstiegsluken in der Kanzel.

Harmonisierung

Die Expertenrunde soll laut Hackl aber auch eine bessere Abgleichung der Sicherheitsvorschriften der verschiedenen internationalen Organisationen erreichen. Besonders wichtig sei es, einen Einklang zwischen den amerikanischen und den europäischen Bestimmungen herzustellen. Dies sei vor allem deshalb nötig, da in etwa Mitte des Jahres absehbarer Zeit auch die EU eigene Vorschriften erlassen wird.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung ist laut dem Experten des Verkehrsministeriums ein "einmaliger Zuschuss" der Mitgliedsländer. Das Geld soll dazu verwendet werden, um die regelmäßigen Überprüfungen der Sicherheit im Flugverkehr in Zukunft intensiver durchführen zu können. Ziel sollen einheitliche Sicherheitschecks - auch in Abstimmung mit den Fluggesellschaften - sein. Es müsse z.B. das Gepäck auf allen Flughäfen gleich genau kontrolliert werden. Da müssten u.a. die USA bei den Inlandsflügen noch aufholen, hieß es. Dazu sei aber die Bereitstellung von finanziellen und personellen Ressourcen nötig. (APA)

Share if you care.