Neue Handy-Trends aus Cannes

18. Februar 2002, 19:45
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Weltgrößte Handymesse 3GSM World Congress dauert bis Freitag - 900 Millionen Menschen besaßen Ende 2001 ein Handy

Ende 2001 besaßen weltweit mehr als 900 Millionen Menschen - etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung - laut einer Studie des Marktforschers Displaysearch ein Handy. Bis 2005 sollen Schätzungen zufolge 24 Prozent der Weltbevölkerung ein Handy haben. Neueste Trends aus der Mobilfunkwelt werden ab Dienstag, 19. Februar, bei der weltgrößten Handymesse, dem 3GSM World Congress, im Palais de Festival in Cannes von Ausstellern aus 99 Ländern auf mehr als 500 Messeständen sowie von 230 Vortragenden präsentiert.

Zentrale Themen

Neben der dritten Mobilfunkgeneration UMTS, die dem Kongress mit "3GSM" den Namen gab, sind die mobile Internet-Technologie GPRS (General Packet Radio System), die Geräteentwicklung, mobile Inhalte und Services, Kooperationen in der Telekom-Industrie und das Versenden von Nachrichten über das Handy (Messaging) die zentralen Themen des Kongresses, der noch bis Freitag dauert. Drei technische Konferenzen runden das Rahmenprogramm ab.

Besucher

24.000 Besucher aus aller Welt kamen im Vorjahr zum Kongress, auf dem 2001 rund 470 Aussteller - von Mobilfunkbetreibern über Systemintegratoren und Investoren bis zu Softwareentwicklern - aus 135 Ländern präsent waren. 7.200 Interessierte besuchten die technischen Konferenzen, 600 Journalisten berichteten im Vorjahr von dem Branchen-Highlight.

400 Millionen Handys

Im Jahr 2001 wurden weltweit laut einer Studie des Marktforschers Ovum (Stand Jänner 2002) knapp 400 Millionen Handys verkauft. Heuer soll diese Zahl auf 512 Millionen steigen, 2006 sollen den Schätzungen von Ovum zufolge 900 Millionen Handys verkauft werden. Am meisten Handys wurden im Vorjahr in Westeuropa (103 Millionen Stück) abgesetzt, gefolgt von Asien-Pazific (85 Millionen Stück) und Zentralasien (83 Millionen Stück). Dahinter finden sich weit abgeschlagen Nordamerika (rund 50 Millionen Stück), Süd und Zentraleuropa (33 Milllionen Stück), der Mittlere Osten und Afrika (27 Millionen Stück) sowie Zentral- und Osteuropa (18 Millionen Stück).

Westeuropa am besten abgedeckt

Die höchste Mobilfunkpenetration wird 2002 laut Ovum Westeuropa mit 75,5 Prozent haben, gefolgt von Nordamerika (45,6 Prozent), Asien-Pazifik (24,3 Prozent) und Süd- und Zentralamerika und der Karibik (17,2 Prozent). In Österreich wird die Penetration laut Ovum-Schätzungen heuer auf 87,4 Prozent steigen. Die Alpenrepublik wird damit EU-weit an zweiter Stelle nach Luxemburg mit 89,5 Prozent liegen.

Prognostiziertes Wachstum

Der weltweite Handymarkt wird 2002 nach Schätzungen der Bank Credit Suisse First Boston (CSFB) um acht Prozent wachsen. Damit würden 415 Millionen Mobiltelefone nach 385 Millionen 2001 abgesetzt. Den Zahlen der Bank zufolge erreichte der finnische Marktführer Nokia im vergangenen Jahr einen Weltmarktanteil von 35,6 Prozent, gefolgt von Motorola mit 16,6 Prozent und Siemens mit 7,7 Prozent. (APA)

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