"La Femme qui chante"

18. Februar 2002, 10:46
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Lena Rothstein singt B A R B A R A (1930-1997): "La Femme qui chante" - Eine Hommage

Diese konzertante Biographie wirft einen Blick hinter die Kulissen des sagenumwobenen Paris der 50er, 60er und 70er Jahre. Die Lieder der BARBARA führen in eine Epoche, in der leidenschaftliche Chansons das Gegengewicht zur intellektuellen Kühle der Pariser Szene waren: unter anderen waren es Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Edith Piaf, Georges Moustaki, Jaques Brel, Yves Montand, Juliette Gréco und BARBARA, die das berühmte Nachtleben der Rive Gauche intellektuell wie künstlerisch geprägt hatten.

Geblieben ist Musik

Während in den Folgejahren viele der oben Erwähnten die Gunst der Stunde für sich nutzen konnten und Weltkarrieren starteten, hat BARBARA zwar auch ein Publikum in der ganzen Welt begeistert, jedoch ein sehr zurückgezogenens Leben geführt. Man wusste fast nichts über ihr Privatleben, kein Tratsch und Klatsch, keine Interviews. Geblieben sind uns nach ihrem Tod vor fünf Jahren unzählige Chansons und faszinierende Aufnahmen einer Stimme voller Kraft und Emotionalität.

Hommage im Rahmen der "Histörrischen Frauen"

Lena Rothstein ist mit großer Sensibilität in die Biographie dieser Grande Dame eingetaucht und hat im Rahmen der Vortragsreihe "Histörrische Frauen" ein Programm entworfen, das in einer Art Werkstatt-Vorführung den schicksalshaften Weg dieser einzigartigen Chanteuse behutsam nachzeichnet. Beide Frauen verbindet nicht nur eine jüdische Familiengeschichte des 20. Jahrhunderts, sondern auch ein Frauenleben voller Schönheit, Tiefe und Sehnsucht.

Lena Rothstein: Gesang und Konzept
Michael Kneihs: Klavier
Sascha Shevchenko: Bajan (Akkordeon)
(red)

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