Kirchs Schulden doppelt so hoch wie gedacht

18. Februar 2002, 10:09
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Laut "Wall Street Journal" bei mindestens 13 Mrd. Euro

Die Schulden des Kirch-Konzerns sind nach Informationen des "Wall Street Journal Europe" doppelt so hoch wie bisher angenommen. Die Verpflichtungen des Münchner Medienkonzerns beliefen sich auf mindestens 13 Mrd. Euro (179 Mrd. S), berichtete die Zeitung am Montag unter Berufung auf ein Gutachten der Kirch-Gläubigerbanken. Dabei handle es sich um acht Mrd. Euro an Schulden und fünf Mrd. Euro an anderweitigen Verpflichtungen.

Es könnte auch mehr sein ...

"Das sind nur die Schulden, die wir identifizieren können. Es könnte auch mehr sein", sagte ein Kenner der Studie dem Blatt. Ein Kirch-Sprecher wollte die Angaben demnach nicht kommentieren. Kirch hat bisher noch nie offiziell Angaben zum Stand seiner Schulden gemacht. Branchenkenner gingen aber bisher von rund sechs Mrd. Euro aus.

Sollte der Bericht zutreffend sein, wäre die Gefahr eines Zusammenbruchs von Kirch deutlich größer als vermutet. Der Konzern brächte dann deutlich mehr Hilfe von Außen. Bisher gelang des dem Unternehmen nach Presseberichten mehrere Gläubigerbanken, darunter die HypoVereinsbank, davon zu überzeugen, seinen Anteil am Axel Springer Verlag für 1,1 Mrd. Euro zu kaufen. Dies würde den Finanzengpass wegen anstehender Zahlungsverpflichtungen aber nur kurzfristig beseitigen. (APA/AFP)

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