Peres traf sich laut Rundfunkberichten erneut zu Geheimgespräch mit Korei

18. Februar 2002, 09:50
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Gemeinsamer Plan strebt rasche Staatsanerkennung an

Jerusalem - Der israelische Außenminister und Vizepremier Shimon Peres hat nach Rundfunkberichten erneut geheime Gespräche mit dem palästinensischen Parlamentspräsidenten Ahmed Korei (Abu Ala) geführt. Peres sei am Sonntag mit Korei zu Unterredungen über einen gemeinsamen Friedensplan zusammengetroffen, berichtete das israelische Militärradio am Montag.

Der Entwurf des Peres-Korei-Planes sieht ebenso wie der Nahost-Vorschlag des französischen Außenministers Hubert Vedrine vor, zunächst einen palästinensischen Staat anzuerkennen und anschließend weiter über ein endgültiges Friedensabkommen zu verhandeln. Bei seinem Treffen mit dem deutschen Außenminister Joschka Fischer hatte Peres am Freitag erklärt, der Plan stelle nur eine Ergänzung des international akzeptierten Planes des ehemaligen US-Senators George Mitchell dar.

Die Anerkennung eines palästinensischen Staates würde einen "dramatischen psychologischen Durchbruch" bedeuten und dazu beitragen, das gegenseitige Misstrauen abzubauen, hatte Korei am vergangenen Donnerstag in einem ORF-Interview gemeint. Mit der Schaffung eines Staates auf der Grundlage der Grenzen vom 4. Juni 1967 (vor dem Sechs-Tage-Krieg und der israelischen Besetzung des Westjordanlandes und Gaza-Streifens) wären "60 bis 70 Prozent des Problems gelöst". Für das Konzept sei eine Garantie Israels, der USA und der EU notwendig, nachdem sämtliche anderen Staaten den 1988 ausgerufenen Staat ja bereits anerkannt hätten.(APA)

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