Fidschi: Speights Todesstrafe in lebenslange Haft umgewandelt

18. Februar 2002, 11:18
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Putschistenchef aus "Gründen der nationalen Sicherheit" begnadigt

Suva - Knapp zwei Jahre nach dem Putsch im pazifischen Inselstaat Fidschi ist Rebellenführer George Speight wegen Hochverrats zum Tode verurteilt worden. Staatspräsident Ratu Josefa Iloilo wandelte aber nach Angaben des Justizministeriums "aus Gründen der nationalen Sicherheit" die Strafe kurz nach der Urteilsverkündung am Montag in lebenslange Haft um. Überraschend hatte sich Speight zu Beginn seines Prozesses in der Hauptstadt Suva schuldig bekannt.

Der ehemalige Geschäftsmann hatte im Mai 2000 die demokratisch gewählte Regierung des Ministerpräsidenten Mahendra Chaudhry gestürzt, der von indischen Einwanderern abstimmt. Die Putschisten besetzten das Parlament und nahmen mehr als 30 Geiseln, unter ihnen Chaudhry. Daraufhin intervenierten die Streitkräfte und bildeten eine Militärregierung. Speight und rund 370 weitere Aufständische wurden im Juli 2000 festgenommen. Der Putsch stürzte den Inselstaat in politisches und wirtschaftliches Chaos.(APA/AP)

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