Außenminister-Treffen im Zeichen der Krise

19. Februar 2002, 10:56
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Neben Erweiterung stehen in Brüssel internationale Problemregionen im Mittelpunkt

Brüssel - Die Außenminister der EU-Staaten haben bei ihrem heutigen Treffen in Brüssel die Finanzierung der Osterweiterung sowie die Lage in verschiedenen Problemregionen am Programm. So werden sie die Entwicklung im Nahen Osten und in Afghanistan ebenso beraten wie mögliche Sanktionen gegen Simbabwe, nachdem Präsident Robert Mugabe die EU-Wahlbeobachter nicht frei arbeiten lässt. Für Österreich nimmt Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V) teil.

Die EU-Länder wollen bis zum Sommer den Kandidatenländern eine Vorschlag zur künftigen Finanzierung der Landwirtschaft und der Regionalpolitik präsentieren. Einerseits ist der Gesamtrahmen strittig, andererseits die Gewährung von Direktförderungen für die Bauern. Vor allem die Finanzminister der Nettozahler in der Union wollen den Anlass dazu nutzen, eine grundlegende Reform der Landwirtschaft zu erreichen.

Die Minister wollen auch eine Einigung über die Finanzierung einer Polizeitruppe in Bosnien finden. Es geht um sechs bis zehn Millionen Euro (82,6 Mill. S bis 137,6 Mill. S), die im EU-Haushalt nicht budgetiert sind. (APA)

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