Fischer brach Reise nach Kabul ab

17. Februar 2002, 18:07
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Auch Karsais Reisepläne vorerst verschoben

Kabul/Taschkent - Wegen schlechten Wetters hat der deutsche Außenminister Joschka Fischer seine geplante Reise nach Afghanistan am Sonntag abbrechen müssen. Er kehrte am Sonntag in Taschkent um und flog nach Deutschland zurück, wie das Auswärtige Amt mitteilte. Aus dem selben Grund verschob der Chef der afghanischen Übergangsregierung, Hamid Karsai, seinen Deutschlandbesuch, zu dem ihn der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder eingeladen hatte.

Ursprünglich wollten Fischer und Karsai nach Gesprächen in Kabul gemeinsam nach Deutschland fliegen. Fischer war von Tel Aviv aus kommend aber nur bis in die usbekische Hauptstadt Taschkent gelangt, von wo aus der Flug ins südliche Nachbarland Afghanistan aus technischen Gründen im Sichtflug fortgesetzt werden muss. Schneeschauer standen dem entgegen.

Die Verschiebung der Reise Fischers wegen des Wetters ist die zweite innerhalb von zehn Tagen. Offen blieb vorerst, ob Fischer ein weiteres Mal versuchen wird, nach Kabul zu fliegen. Der Besuch von Karsai in Deutschland soll nachgeholt werden. (APA)

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