Strahlung in ukrainischem Kernkraftwerk ausgetreten

17. Februar 2002, 16:02
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Leck wurde abgedichtet

Kiew - Im ukrainischen Kernkraftwerk Chmelnizki ist es am Samstag zu einem Zwischenfall gekommen. Wie das Atomministerium in Kiew am Sonntag mitteilte, war am Vortag etwa fünf Stunden lang radioaktiv verseuchtes Wasser aus einer Leitung getropft und hatte 30 Quadratmeter Fläche außerhalb des Reaktorgebäudes verstrahlt. Das Leck sei vom Personal abgedichtet worden. Menschen seien von der Radioaktivität nicht betroffen, meldete die Nachrichtenagentur Interfax.

Der Notfalldienst des Werks entfernte der Behörde zufolge das verseuchte Erdreich. Der Vorfall habe weder Menschen noch die Umwelt bedroht, deshalb sei er auf der siebenstufigen Skala der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEO) mit Null ("Keine Gefährdung der Sicherheit") einzustufen, erklärte das Ministerium. Die Ursache des Lecks werde untersucht. In dem Kernkraftwerk in der Westukraine liefert ein Reaktor des russischen Bautyps WWER-1000 Strom. (APA)

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