Beachtung für Furtwängler-Film

17. Februar 2002, 15:47
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"Taking Sides" mit starkem Beifall bedacht

Berlin - Der neue Film des ungarischen Regisseurs Istvan Szabo, "Taking Sides - Der Fall Furtwängler", ist bei seiner ersten Aufführung auf der Berlinale am Sonnabend mit starkem Beifall bedacht worden. Der Film über die Verführbarkeit von Künstlern in der NS-Zeit mit Harvey Keitel, Moritz Bleibtreu und dem Schweden Stellan Skarsgard ("Breaking The Waves") als Wilhelm Furtwängler basiert auf dem gleichnamigen Bühnenstück von Ronald Harwood und wurde teilweise in den Babelsberger Studios und in Berlin gedreht.

Er schildert die Verhöre des 1954 gestorbenen Dirigenten kurz nach Kriegsende durch einen US-Major. Dabei geht es um die Rolle Furtwänglers in der NS-Zeit und die Frage, ob er dem Naziregime als "Vorzeigestar" gedient hat und sich damit von einem verbrecherischen Regime missbrauchen ließ. Szabo sagte auf der anschließenden Pressekonferenz, an der auch seine Hauptdarsteller teilnahmen, er habe während der Dreharbeiten ein differenzierteres Bild Furtwänglers gewonnen. Einem ähnlichen Thema hatte sich Szabo bereits 1980 mit dem oscarprämierten Film "Mephisto" gewidmet. (APA)

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