Keine Konsequenzen für Hannawald wegen TV-Spots

16. Februar 2002, 17:24
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Laut IOC-Vizepräsident Bach sei die Angelegenheit mit Stopp der Werbung erledigt

Der deutsche Skisprung-Star Sven Hannawald hat mit einem TV-Werbespot, der zu Beginn der XIX. Winterspiele gesendet wurde, gegen die olympische Charta verstoßen, muss aber keine Sanktionen befürchten.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die deutsche Delegation darauf aufmerksam gemacht, dass der TV-Spot zu einem Fall für das IOC werden könnte. Daraufhin veranlasste Hannawald die für ihn tätige Werbeagentur, weitere Ausstrahlungen zu stoppen. Laut dem deutschen IOC-Vizepräsidenten Thomas Bach wurde der "Fall" erst auf der Arbeitsebene behandelt, die IOC-Exekutive habe sich nicht damit beschäftigt. Und mit dem Rückzug der Werbung sei die Angelegenheit mit Sicherheit beendet.

Regel 45.3 der IOC-Charta

Die Regel 45.3 der IOC-Charta verbietet den Athleten für die Zeit der Olympischen Spiele, ihre Person, ihren Namen, ihr Bild oder ihre sportlichen Leistungen zu Werbezwecken zu nutzen.

Im Vorfeld der Spiele hatte es im deutschen Team bereits Aufregung um einen Zeitungsartikel gegeben, der unter dem Namen von Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein erschienen war. Die Berlinerin beteuerte, davon nichts gewusst zu haben. Sie sei von einem Interview ausgegangen. Es gab keine Konsequenzen für die 29-Jährige.(APA/dpa)

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