KDE League warnt vor Einigung mit Microsoft

18. Februar 2002, 13:31
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Marktbeherrschende Stellung des Software-Konzerns könnte noch stärker werden

Eine Petition der KDE League an Richterin Colleen Kollar-Kotelly warnt vor einer möglichen Einigung mit dem Softwarekonzern Microsoft im laufenden Anti-Trust-Prozess. Die KDE League setzt sich für die Etablierung von KDE als Standard-Desktop auf Linux- und Unix-Rechnern ein, und fürchtet, dass Microsoft nach einer außergerichtlichen Einigung seine "Quasi-Monopol-Stellung" wesentlich stärker als bislang ausnützen könnte.

"Spielregeln würden nicht eingehalten"

Der Vorsitzende der KDE League, Andreas Pour, hat in der Petition seine Zukunftsvision in Punkto Microsoft niedergeschrieben. Sollte es zu einer außergerichtlichen Einigung kommen, dann würde sich, nach Meinung von Pour, Microsoft erst recht nicht mehr an die Spielregeln der Branche beziehungsweise der Wirtschaft halten. Aus seiner Sicht wäre vor allem KDE nahezu schutzlos der Übermacht Microsofts ausgeliefert.

Kein Schutz für KDE

Die KDE League berichtet weiters, dass die US-Regierung schon vor Beginn des Anti-Trust-Verfahrens gegen Microsoft, keinerlei Ambitionen gezeigt hätte, spezielle Schutzmechanismen für KDE zu diskutieren.(red)

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