Staubscheibe jenseits der Saturnbahn

16. Februar 2002, 14:40
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ESA-Astronomen leiten aus Beobachtung neue Möglichkeit zum Aufspüren von Planeten ab

Frankfurt/Main - Weltraumforscher haben offenbar einen Weg zur schnellen Bestimmung derjenigen Sterne gefunden, die von Planeten umkreist werden. Der bei der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) in Darmstadt arbeitende deutsche Forscher Markus Landgraf stellte zusammen mit Kollegen fest, dass unsere Sonne jenseits des Saturns von einer Staubscheibe umgeben ist. Die ESA erklärte, dies könne ein Hinweis darauf sein, dass generell Staubkonzentrationen um reifere Sterne darauf hindeuten, dass sie auch Planeten haben.

Dahinter steht die Annahme, dass sich Planetensysteme aus Staub- und Gaswolken entwickeln. Wenn auch reifere Sterne wie unsere Sonne noch von solchen Gas- und Staubringen umkreist würden, dann sei sehr das sehr interessant, weil der Staub ja irgendwo herkommen müsse, erklärte der ESA-Forscher Malcolm Fridlund. Die einzige Erklärung sei, dass der Stern Planeten, Asteroiden, Kometen und anderes mehr habe, das ihn umkreise, kollidiere und diesen Staub entwickle. Bei der Suche nach fernen Sternen, die auch Planeten besitzen, sei das ein wichtiger Aspekt. (APA/AP)

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