Milutinovic könnte sich UNO-Tribunal stellen

17. Februar 2002, 11:22
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Belgrader Regierung dagegen: Es würden Neuwahlen notwendig

Belgrad - Der als Kriegsverbrecher gesuchte serbische Präsident Milan Milutinovic erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, sich dem UNO-Kriegsverbrechertribunal in den Haag zu stellen. Milutinovic bereite bereits eine Verteidigungsstrategie vor, sagte ein Regierungsvertreter der jugoslawischen Zeitung "Danas" (Samstagsausgabe). Die Regierung in Belgrad sei jedoch gegen einen solchen Schritt, da dadurch vorzeitig Neuwahlen notwendig würden.

Das serbische Staatsoberhaupt ist gemeinsam mit dem jugoslawischen Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic, dem ehemaligen jugoslawischen Vize-Regierungschef Nikola Sainovic, dem frühren Generalstabschef der jugoslawischen Armee, Dragoljub Ojdanic, sowie dem ehemaligen serbischen Innenminister Vlajko Stojiljovic wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Kosovo angeklagt. Der Prozess gegen Milosevic hatte am Dienstag begonnen.(APA)

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