Osteuropäische Beitrittskandidaten geißeln EU-Subventionspläne

16. Februar 2002, 09:42
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Neue Mitglieder sollen zu Beginn nur 35 Prozent der Agrar-Beihilfen erhalten

Warschau - Die EU-Pläne zur Begrenzung der Agrarsubventionen für die osteuropäischen Beitrittskandidaten stoßen in den betroffenen Ländern weiterhin auf heftige Kritik. Die Ministerpräsidenten von Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei, der so genannten Visegrad-Gruppe, bekundeten nach einem Treffen in Warschau am Freitag "ihr Bedauern über die Vorschläge der Europäischen Kommission, die von den eigenen Positionen weit entfernt" seien.

Nach diesen Plänen sollen die künftigen Mitgliedsländer aus dem Osten in den ersten drei Jahren nur 35 Prozent der landwirtschaftlichen Beihilfen erhalten, die den langjährigen EU-Staaten zustehen. Eine völlige Gleichstellung soll erst im Jahre 2013 erfolgen. Diese Verzögerung kritisierten die Ministerpräsidenten der Visegrad-Gruppe als völlig ungerechtfertigt. In der ungarischen Stadt Visegrad hatten die Regierungen der vier betroffenen Länder 1991 gegenseitige Wirtschaftshilfe und koordinierte Bemühungen um einen EU-Beitritt vereinbart.(APA/AP)

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