Kirchs Angebot und wer Geld will

17. März 2002, 15:46
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Im Angebot

  • Formel-1-Rechte: Bernie Ecclestone will Kirchs Anteile an seiner Vermarktungsgesellschaft zurückkaufen. Bezahlt hat Kirch 2001 rund 1,6 Milliarden Euro. Ecclestone bietet die Hälfte. In Bankenkreisen, die eine Veräußerung unterstützen, rechnet man mit einer Milliarde Euro. Ecclestone könnte als Mittelsmann für Autokonzerne kaufen.
  • EM.TV Kirch hält noch 16 Prozent an dem im Vorjahr gecrashten Rechtehändler.
  • Axel Springer Verlag: Die bayerische HypoVereinsbank bot rund 1,1 Milliarden Euro für Kirchs 40 Prozent am Konzern von Bild und Welt. Auch die Dresdner Bank zeigte Interesse. Die Aktien sollen größtenteils an die Börse gebracht werden, der Rest an Mehrheitsgesellschafterin Friede Springer gehen. Gegengebot der Deutschen Bank erwartet.
  • Nachrichtenagentur ddp: Fiele kaum ins Gewicht, Frankfurter PR-Berater Moritz Hunziker interessiert.
  • Telecinco: Die 25 Prozent am erfolgreichen spanischen TV-Sender will Silvio Berlusconi. Könnte 500 Mio. EURO bringen.
  • KirchMedia Holding von Sat.1, Pro Sieben, Kabel 1 & Co. Rupert Murdoch ließ Einstieg prüfen, zog wieder ab.

Wer Geld will

  • Deutsche Fußball-Bundesliga: Freitag wurde eine weitere Rate für Fernsehübertragungsrechte über 100 Millionen Euro fällig.
  • Rupert Murdochs Ausstieg beim Pay-TV Premiere kostet Kirch 1,8 Milliarden Euro. Frühestens im Oktober.
  • Axel Springer Verlag: Verkaufsoption von Anteilen an Kirchs TV-Holding ProSiebenSat.1 wird mit Ende April schlagend, vertraglich sind dem Printkonzern 767 Mio. Euro dafür zugesichert.
  • Bayerische Landesbank: Teils im Besitz des von CDU/ CSU-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber geführten Freistaates. Schuldenstand Kirchs: 1,9 Mrd. Euro.
  • JP Morgan Chase: 750 Mio. EURO
  • Deutsche Bank: 700 Mio. EURO
  • HypoVereinsbank: Schuldenstand bei der Münchner Mutter auch der Bank Austria: 500 Mio. Euro
  • Dresdner Bank: Schon im April werden 460 Mio. Euro fällig.
  • DZ Bank: 400 Mio. EURO
  • Commerzbank: 300 Mio. EURO
  • Lehmann Brothers: 250 Mio. EURO

(DER STANDARD; Print-Ausgabe, 16./17. Februar 2002)

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