Orbans "Vertrag" mit den ungarischen Bürgern

16. Februar 2002, 19:41
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Große Wahlversprechen auf FIDESZ-Parteitag

Budapest - Auf dem 14. Parteitag der regierenden Jungdemokraten (FIDESZ) am Samstag in Budapest hat Ministerpräsident Viktor Orban einen "symbolischen Vertrag" der FIDESZ mit den ungarischen Bürgern unterzeichnet. Orban bat die Mitglieder des Vorstandes und die 630 Delegierten, den Vertrag einzeln zu signieren. Nach dem Vertragstext soll bis 2006 der Durchschnittsverdienst der Ungarn verdoppelt, alle arbeitswilligen Bürger Arbeit erhalten und Familien mit Kindern in den Genuss höherer Steuervergünstigungen kommen. Auch die Kaufkraft der Pensionen solle steigen. In Ungarn finden heuer Parlamentswahlen statt.

Unter dem Motto "Die Zukunft hat begonnen" wird ein umfassendes Autobahn-Projekt geplant, sodass bis 2006 alle bestehenden Autobahnen bis an die Staatsgrenze reichen sollen. 606 Milliarden Forint (2,50 Mrd. Euro/34,5 Mrd. S) sollen ins Gesundheitswesen fließen, 800 Milliarden in die Landwirtschaft.

"Die Kraft ist mit uns, auch dann, wenn wir das leise sagen", erklärte Orban, der auf eine "schwere Zeit" für seine bürgerliche Regierung verwies. Verantwortlich dafür machte der Premier die Angriffe der Opposition. In den Reihen der Partei würde sich diese Erkenntnis immer mehr durchsetzen, dass die Zeit des "Hinnehmens" vorbei sei und nun die der "Revanche" käme. Das letzte Motto auf dem Weg zum Wahlsieg werde heißen: "Wer mit Schlamm schmeißt, verliert Territorium". (APA)

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