Kompromiss um Baustiftung steht

15. Februar 2002, 17:44
posten

Kein "Hinausschulen" aus der Branche

Wien - Die von der Regierung als Antwort auf die hohe Branchenarbeitslosigkeit seit einigen Wochen propagierte Stiftung für arbeitslose Bauarbeiter nimmt Gestalt an. Unternehmensvertreter und Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) haben eine grundsätzliche Einigung erzielt, berichtet die Tageszeitung "Kurier" (Samstagausgabe). Anders als bisher geplant sollten arbeitslose Bauarbeiter nicht "aus der Branche hinausgeschult" werden, sondern in ihren angestammten Berufen weitergebildet werden.

Scharfe Kritik

Die Bauwirtschaft hat in den vergangenen Wochen heftige Kritik an einer solchen Ausrichtung einer Baustiftung geübt und unterstrichen, dass nach einem Anziehen der Konjunktur schon bald wieder zu wenige Bauarbeiter zur Verfügung stünden.

Finanzierung gesichert

Die Finanzierung der Stiftung, die bis zu 10.000 arbeitslose Bauarbeiter aufnehmen kann ist laut "Kurier" gesichert. Der Ministerrat hat 26 Mill. Euro (358 Mill. S) jährlich für die Schulungsarbeitslosengelder aus AMS-Töpfen beschlossen, die Baubranche will die Schulungszentren der Bauwirtschaft, die so genannten Lehrbauhöfe, zur Verfügung stehen. (APA)

Share if you care.