Gelenkrheumatismus ist keine Frage der Gene

18. Februar 2002, 08:00
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Umweltfaktoren spielen größere Rolle als rheumatische Arthritis

Gräfelfing - Umweltfaktoren spielen bei der rheumatischen Arthritis eine deutlich wichtigere Rolle als die Erbanlagen. Zu diesem Ergebnis kamen dänische Forscher nach einer Studie an mehr als 37.000 Zwillingspaaren, wie die "Ärztliche Praxis" berichtet. Die Wissenschafter hatten die Testpersonen befragt, ob sie an rheumatischer Arthritis erkrankt seien. Positive Antworten ließen sich die Mediziner mit Hilfe klinischer Untersuchungen und Auswertung der Krankenakten bestätigen.

Zwillingstest

Insgesamt litten 13 eineiige und 36 zweieiige Zwillinge an dieser Gelenkentzündung. Doch kein einziger der eineiigen und lediglich zwei der zweieiigen jeweiligen Zwillingsbrüder oder -schwestern waren ebenfalls von der Erkrankung betroffen. Daraus folgerten die Wissenschafter, dass genetische Faktoren für den Gelenkrheumatismus keine große Rolle spielen.

Rheumatoide Arthritis, bei der sich die Gelenkinnenhaut verdickt und das Gelenk versteift, ist nur eines von 450 Erscheinungsformen der Volkskrankheit Rheuma, zu denen auch Arthrosen (Gelenkverschleiß) und Fibromyalgie zählen.(APA/AP)

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