LCP-Milch wird der Muttermilch immer ähnlicher

18. Februar 2002, 09:00
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Qualität von Babynahrung hat sich durch Beigabe von langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren deutlich verbessert

Frankfurt/Main - Mit den langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren LCP lässt sich die Qualität von Babynahrung deutlich verbessern. Forschern gelang es jetzt, diesen wichtigen Inhaltsstoff aus der Muttermilch der Flaschennahrung von Säuglingen hinzuzufügen, wie die Apothekenzeitschrift "Baby und die ersten Lebensjahre" berichtet. Dies ist vor allem für jene Mütter eine gute Nachricht, die ihre Kinder in den ersten Lebensmonaten nicht komplett stillen können, sondern aus der Flasche zumindest zusätzlich füttern müssen.

LPC für Gehirn, Nervensystem und Sehvermögen

Babys brauchen LCP, damit sich Gehirn, Nervensystem und Sehvermögen gut entwickeln, wie die Experten betonen. "Mit einer LCP-Anreicherung kann eine Nährstoff-Versorgung erreicht werden, die der von gestillten Säuglingen entspricht", betont Berthold Koletzko vom Haunerschen Kinderspital der Universität München.

Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass so ernährte Kinder sich deutlich besser entwickelten als Gleichaltrige, die LCP-freie Milch tränken. Die Fettsäuren wirkten sich positiv auf das Sehvermögen aus, die Babys könnten sich später auch besser konzentrieren und seien geschickter bei der Lösung von Problemen. (APA/AP)

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