Drei Österreicher mit Medaillenchance in Biathlon-Verfolgung

15. Februar 2002, 16:17
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Am Samstag möchte sich Wolfgang Perner "nicht hineintheatern lassen" - Als Favorit über 12, 5 km geht der Norweger Ole-Einar Björndalen ins Rennen

Soldier Hollow - Die Biathleten haben die für die Zuschauer spannendsten Bewerbe bei den XIX. Winterspielen in Salt Lake City noch vor sich. Bei der Olympia-Premiere der Verfolgung (12,5 km mit viermaligem Schießen) besitzen am Samstag drei Österreicher nach ihren guten Ergebnissen im Sprint Medaillenchancen. "Bei dieser Konstellation ist auch da etwas möglich", sagte Trainer Heinz Mühlbacher.

Björndalen als Topfavorit

Wolfgang Perner, der Dritte des Sprints, Wolfgang Rottmann (Fünfter) und Ludwig Gredler (Zehnter) gehen mit sechs weiteren Athleten innerhalb von 20 Sekunden ins Rennen - der Kampf um Edelmetall verspricht viel Dramatik. Topfavorit ist Ole Einar Björndalen, der seine dritte Goldene in Soldier Hollow im Visier hat. Der Norweger startet mit einem Bonus von 28 Sekunden auf seinen ersten Verfolger, den Deutschen Sven Fischer. Pawel Rostowzew (RUS/6.) und Raphael Poiree (FRA/9.) gehen etwa eine Minute hinter Björndalen zwischen den Österreichern ins Rennen.

Perner verläßt sich auf gewohntes Tempo

Perner will sich nicht von der Hektik in der Loipe und am Schießstand anstecken lassen. "Nur nicht hineintheatern lassen und das gewohnte Tempo durchziehen", lautet das Motto des Steirers. Er habe schon Bronze und daher keinen Druck. "Man muss sich auf das konzentrieren, was man kann." Schnelleres Schießen als gewohnt sei nur eine weitere Fehlerquelle. Höheres Risiko als gewohnt nehmen allerdings fast alle Biathleten, drei oder vier Strafrunden sind bei insgesamt 20 Schüssen fast die Regel.

Kampf um Staffel-Platz

Für die Österreicher geht es auch um einen Platz für die Staffel, die aus ÖSV-Sicht zu einem Höhepunkt werden könnte. Nach dem Verfolgungsbewerb werden die ÖSV-Trainer die Aufstellung fixieren - kein leichtes Unterfangen angesichts fünf etwa gleich starker Athleten.(APA)

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    Einsamkeit am Schießstand...

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