"Alle Kräfte gegen die realen Gefahren vereinen"

15. Februar 2002, 14:54
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Putin will Kampf gegen Terrorismus unter UNO-Schirmherrschaft stellen

Moskau - Der Kampf gegen den internationalen Terrorismus sollte nach Meinung des russischen Präsidenten Wladimir Putin künftig unter dem Schirm der Vereinten Nationen organisiert werden. Auf dem Weg zu einer "neuen globalen Verfassung, befreit von den Stereotypen des Kalten Kriegs und von den Ängsten realer Bedrohungen" müssten alle Kräfte gegen die realen Gefahren vereint werden, sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit dem kanadischen Premier Jean Chrétien in Moskau. "Aber die Organisation des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus muss unter der Ägide der UNO geführt werden", zitierte ihn die Agentur Interfax.

Zugleich forderte Putin von der internationalen Gemeinschaft eine Abstimmung bei den Maßnahmen gegen den Terrorismus. "Dies sollte aber auch geschehen mit Blick auf die Staaten, die jetzt auf der Liste so genannter Ausgestoßener stehen", sagte Putin mit Hinweis auf die von US-Präsident George W. Bush geächteten Länder der "Achse des Bösen". "Wir können gewisse Differenzen mit den Regierungen dieser Staaten haben, aber dies ist kein Grund, diese Differenzen auch auf die Völker dieser Staaten zu übertragen."

In Moskau bereitete sich unterdessen nach Informationen der Agentur Interfax eine Expertengruppe der russischen Regierung zum Abflug nach Kuba vor. Sie sollen auf dem US-Stützpunkt Guantanamo auf Kuba die Personalien von zwei russischen Staatsbürgern überprüfen, die sich unter den dort inhaftierten Taliban-Kämpfern aus Afghanistan befinden. (APA/dpa)

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