Katholische Frauenbewegung: Auftreten statt Austreten

15. Februar 2002, 14:46
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Im Glauben an eine "erneuernde, lebende Kirche"

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs sieht im Konfessionswechsel von Frauen, die sich zu Priesterinnen weihen lassen wollen, keine dauerhafte Lösung des Problems. Eine Reform in der katholischen Kirche kann nur durch "Auftreten statt Austreten" erzielt werden. Diesem Weg fühlt sich die kfbö verpflichtet. Sie tritt deshalb dafür ein, dass sich die katholische Kirche im 21.Jahrhundert offensiv der Frage der Zulassung von Frauen zu Weiheämtern stellt, die theologische Forschung darüber intensiviert, alte Argumente aufgrund neuer Erkenntnisse überprüft und den Dialog darüber fördert. Das heurige "Jahr der Berufung" sollte dazu wesentliche Impulse geben. Vor allem sollte auch jene Frauen, die in der katholischen Kirche verwurzelt sind und eine Berufung zum priesterlichen Dienst verspüren, nicht die Hoffnung auf eine Öffnung und Weiterentwicklung der kirchlichen Weiheämter genommen werden.

Berichte, denen zufolge Kardinal Schönborn Frauen, die sich weihen lassen wollen, den Wechsel zur evangelischen Kirche empfiehlt, lösen deshalb Befremdung und Betroffenheit aus. "Im Glauben an eine sich ständig erneuernde, lebendige Kirche müssen wir vielmehr gemeinsam um eine Lösung des Problems ringen und darum beten", meint die Vorsitzende der kfbö, Margit Hauft. (red)

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