Milliarden-Wachstum auf Markt für Mobilfunk-Nachrichten erwartet

15. Februar 2002, 13:54
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23 Milliarden Euro Umsatz mit Bild-Kurzmitteilungen bis 2004 allein in Westeuropa

Der Markt für die Übertragung von Nachrichten auf Handys und andere Mobilfunkgeräte soll in den kommenden Jahren stark wachsen. Mit Hilfe des neuen Multimedia-Standards MMS würden in dieser Branche in Westeuropa bis zum Jahr 2004 rund 23 Mrd. Euro (316 Mrd. S) umgesetzt, teilte das Forschungsinstitut Gartner am Freitag in London mit. Der MMS-Standard (Multimedia Media Services) werde noch in diesem Jahr auf den Markt kommen und ab 2003 eine steile Wachstumsentwicklung verursachen.

MMS statt SMS

MMS ist der Nachfolger der bisher üblichen Mobilfunk-Kurznachricht (SMS) und ermöglicht nicht nur den Versand von Texten, kurzen Melodien und kleinen Bildern. Mit MMS können beliebig vielseitige und umfangreiche multimediale Nachrichtensequenzen verschickt werden. Für MMS sind keine neuen Netze erforderlich. Der Mobilfunkstandard der Zukunft, UMTS, wird wegen der höheren Datenübertragungsraten eine MMS aber noch bunter machen.

Starke Werbung im kommenden Weihnachtsgeschäft

Gartner zufolge werden die großen europäischen Mobilfunkanbieter schon im kommenden Weihnachtsgeschäft die neuen MMS-Telefone stark bewerben. Während im laufenden Jahr in Westeuropa nur rund 115 Mill. MMS-Nachrichten versandt würden, steige die Zahl in 2003 voraussichtlich auf über eine Milliarde. "MMS ist eine Schlüssel-Anwendung. Sie wird der mobilen Nachrichtenübertragung ein immenses Wachstum bescheren und die Umsätze der Mobilfunkbetreiber auch auf lange Sicht hin sichern", sagte Gartner-Analyst Ben Wood.(APA/dpa)

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