Gefährlicher Nervenklinik-Patient angeblich auf dem Weg nach Wien

15. Februar 2002, 21:38
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Großfahndung im Gange

Linz/St. Pölten/Wien - Eine erste Spur gab es am Freitag am frühen Abend von jenem als gefährlich einzustufenden Patienten, der am Vormittag aus der geschlossenen Abteilung der Landesnervenklinik in Linz geflüchtet war. Es meldete sich ein Linzer Taxilenker, der den Mann zum Bahnhof von St. Valentin gebracht hatte. Von dort aus ist der gesuchte 44-Jährige möglicherweise mit dem Zug weiter nach Wien gereist. Laut Wiener Polizei war bis Freitagabend über den Verbleib des Mannes nichts bekannt.

Der Taxilenker gab zu Protokoll, dass der Fahrgast auf dem Bulgariplatz in Linz - also nicht weit von der Wagner-Jauregg-Nervenklinik - eingestiegen sei. Er habe sich nach St. Valentin zum Bahnhof bringen lassen. Auf einem Fahndungsfoto konnte der Taxler den Fahrgast eindeutig als den Flüchtigen identifizieren. Bereits zuvor war die Fahndung nach dem Mann auf das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt worden.

Der Gesuchte hatte im Juli des vergangenen Jahres seine Mutter in Steyr mit einem Messer attackiert, seit August befand er sich wegen seiner offensichtlichen Unzurechnungsfähigkeit im Wagner-Jauregg-Krankenhaus. Am 7. Februar des heurigen Jahres war er in Steyr wegen versuchter schwerer Körperverletzung angeklagt, er wurde in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Dagegen erhob er Beschwerde. Nach der Gerichtsverhandlung kam der Mann ins Wagner-Jauregg-Krankenhaus zurück, von wo ihm am Freitagvormittag die Flucht gelang. (APA)

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