Weitere US- Töchter beantragen Gläubigerschutz

15. Februar 2002, 14:27
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Asbest-Klagen setzen Feuerfesthersteller in Übersee zu

Wien - Der US-Gesellschaften Harbison Walker Refractories, Global Industrial Technologies (GIT), A.P. Green Industries und noch weitere US-Gesellschaften des österreichischen börsenotierten Feuerfestproduzenten RHI (Wien) haben am Donnerstag Gläubigerschutz nach Chapter 11, ein Verfahren ähnlich der österreichischen Insolvenz, beantragt. Ursache dafür sei "die steigende Zahl und zunehmend unkalkulierbare Höhe der Asbest-Schadenersatzansprüche", meldete RHI am Freitag. Aus dem Grund hatte die RHI-US-Tochter North American Refractories Company Inc. (NARCO) bereits Anfang Jänner Gläubigerschutz beantragt. Alle US-Gesellschaften sollen nun rückwirkend zum 31.12.2001 entkonsolidiert werden.

Grundlage für die Reorganisation unter Chapter 11 ist laut RHI eine so genannte Debtor-in-Possession-Finanzierung (DIP) in Höhe von 35 Mill. Dollar (40,1 Mill. Euro/552 Mill. S), die von einer dritten Partei zur Absicherung der zukünftigen finanziellen Verpflichtungen der US-Gesellschaften bereitgestellt wird. NARCO verfügt zusätzlich über eine externe DIP-Zusage über 20 Mill. Dollar.

Der RHI AG selbst entstünden damit aus den Chapter 11-Verfahren der entkonsolidierten US-Gesellschaften keine weiteren finanziellen Belastungen, betonte der Konzern. Damit sei RHI in der Lage, die am 14. Jänner 2002 angekündigte Kapital-Restrukturierung ohne weitere finanzielle Belastungen in den USA fortzusetzen. Das geplante Vorgehen soll am Freitag bei der Hauptversammlung der RHI abgesegnet werden. (APA)

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