Japan begrüßt Bushs Vorschlag

20. Februar 2002, 18:23
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"Demonstration ihrer ernsten Absicht"

Tokio - Japan hat den Alternativplan der US-Regierung zum Umweltschutzprotokoll von Kyoto am Freitag begrüßt. Es sei eine "Demonstration ihrer ernsten Absicht", das Thema globale Erwärmung anzugehen, heißt es in einer am Freitag in Tokio verbreiteten Stellungnahme der japanischen Außenministerin Yoriko Kawaguchi.

Schlüsselrolle Japans

Bush hatte seine Kyoto-Alternative wenige Tage vor Beginn einer Reise am kommenden Samstag nach Japan, Südkorea und China bekannt gegeben. Japan spielt eine Schlüsselrolle bei der Zukunft des Kyoto-Abkommen. Bush hatte trotz massiver internationaler Proteste dem Kyoto-Vertrag eine Absage erteilt. Das Abkommen verlangt eine Verringerung des Ausstoßes von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen bis 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent unter den Stand von 1990.

Ökonomie und Ökologie

Die japanische Regierung teile die Einschätzung, dass die technologische Entwicklung gefördert werden müsse und dass bei der Unterstützung von Aktionen gegen die globale Erwärmung die Vereinbarkeit mit der Wirtschaft berücksichtigt werden müsse, heißt es in der Erklärung der japanischen Außenministerin. "Die Regierung Japans hofft stark, das die Regierung der Vereinigten Staaten weiter Maßnahmen verstärken wird, um auf der Basis der bekannt gegebenen Politik die globale Erwärmung anzugehen", sagte Kawaguchi. Die Ex- Umweltministerin war im vergangenen Jahr Japans Delegationsleiterin bei den schwierigen Verhandlungen beim Welt-Klimagipfel in Bonn.

Alle müssen teilnehmen

Während Japan alle notwendigen Schritte ergreifen wolle, um die Verabschiedung des Kyoto-Protokolls im Parlament sicherzustellen sowie die dafür erforderlichen Gesetze in der laufenden Parlamentsperiode in Kraft zu setzen, sei es wichtig, eine gemeinsame Regelung in der Zukunft zu erstellen, an der "alle Länder einschließlich der USA und Entwicklungsländer teilnehmen", sagte Kawaguchi. Japan hoffe, "dass die Regierung der Vereinigten Staaten sich aktiv bei den Verhandlungen zum Klimawandel engagieren". (APA/dpa)

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