Israelischer Panzer durch eine Bombe zerstört

15. Februar 2002, 13:08
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Drei Israelis bei Anschlag im Gaza-Streifen getötet - Weiterer Vorstoß der israelischen Armee im Westjordanland

Jerusalem/Gaza/Ramallah - Palästinenser haben erstmals einen israelischen Panzer zerstört und dabei drei Soldaten getötet. In Medienberichten hieß es, vermutlich sei eine 100-Kilo-Bombe am Donnerstagabend im Gaza-Streifen unter dem Panzer gezündet worden. Es war überhaupt das erste Mal, dass ein Panzer des Typs Merkava-3 im Kampf schwer beschädigt wurde. Dies war auch während des jahrelangen Einsatzes im Südlibanon nie der Fall. Bei einem Militäreinsatz der Israelis am Freitag wurde im Westjordanland ein Palästinenser getötet.

"Volkswiderstandskomitee" bekennt sich zu Anschlag

Zu dem Angriff auf den Panzer bekannte sich das "Volkswiderstandskomitee", dem militante Mitglieder der radikalen Hamas und der Fatah von Yasser Arafat angehören sollen. Auf einem Flugblatt hieß es, der Angriff sei eine Vergeltung für den Tod von fünf Palästinensern am Dienstag und Mittwoch in Gaza gewesen, dem bisher größten israelischen Militäreinsatz seit Beginn der zweiten Intifada im September 2000.

Die Panzerbesatzung lief offenbar in eine vorbereitete Falle. Wie es hieß, griffen radikale Palästinenser zunächst einen israelischen Konvoi an. Wie bei solchen Attacken üblich, schickte die Armee dann einen Panzer zu dem Ort, wo eine große Bombe unter dem Panzer explodierte.

Israels Armee plant "Reaktion"

Die israelische Armee plant nach dem tödlichen Bombenanschlag auf die Besatzung eines Panzers im Gaza-Streifen am Donnerstagabend eine "militärische Reaktion" gegen palästinensische Extremisten. Dies berichteten die israelischen Medien am Freitag. Bei der Explosion einer etwa hundert Kilogramm schweren Bombe war bei der jüdischen Siedlung Nezarim ein israelischer Panzer zerrissen worden. Dabei starben drei Mitglieder seiner Besatzung.

Ein Palästinenser bei Schusswechsel mit israelischer Armee getötet

Israelische Infanterie und Panzereinheiten waren am frühen Freitagmorgen in den Ort Saida im Westjordanland auf Gebiet der palästinensischen Selbstverwaltung vorgestoßen. Sie zerstörten das Haus eines mutmaßlichen Extremisten und töteten ihn, als er sich weigerte, das Gebäude zu verlassen. Am Morgen setzten israelische Truppen ihre Suchaktion in dem palästinensischen Dorf bei Tulkarem fort.(APA/AP/dpa)

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