Prominente privat

14. Februar 2002, 19:22
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Enrique Iglesias soll am Damenklo Liebe gemacht haben. Mit Anna Kournikova. Viele Männer würden gern der Sand auf ihren Tennisplätzen sein.

Uschi Glas will sich trennen. Anke, die Nebenbuhlerin, könnte möglicherweise ein Luder sein. Und trotzdem sucht derzeit niemand nach TV-Berichten, die mehr Licht in derartige Affären bringen. Im Fernsehen laufen immer nur ORF 1, ARD oder Eurosport, also Olympia 2002. RTL II wird nicht aufgedreht. Wirklich aufklärerisch soll der Sender leider sowieso nicht mehr sein.

Pardon, dass wir schon wieder über Olympia schreiben: Das Privatleben der Prominenz bleibt dem Zuschauer aber auch hier nicht verborgen, wenngleich etwas entschärft. "Sie ist seit Tagen verkühlt", heißt es schon seit Beginn des Winters und auch jetzt. Die Sorge gilt immer einer anderen Sportlerin. Wann kommt die Nasenspray-Werbung als Unterbrecher? "Er hat sich beim Einfahren den Knöchel verstaucht. Und fährt jetzt mit Stützverband": auch beliebt und sehr zu Herzen gehend. Kann Fernsehen wirklich menschlicher sein?

Neulich war wieder einmal "Er war zu spät am Tisch" zu hören. Und das bei einem Skispringen. Die essen doch sowieso recht wenig? Andernfalls würden sie doch eher runterfallen als fliegen? Oder täuschen wir uns da?

Okay, okay. Der Scherz war nicht der allerbeste. Es handelt sich natürlich um einen Fachausdruck. Aber wieso erklärt den niemand? Wann ist jemand zu spät am Schanzentisch, wann zu früh? (pi) - DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 15.2.2002

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