Iswestija: "Amerika will uns das einzige Gold wegnehmen"

14. Februar 2002, 14:22
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Moskau - Die Moskauer Presse hat am Donnerstag alle Zweifel am gerechten Sieg des russischen Eiskunstlauf-Paares Jelena Bereschnaja und Anton Sicharulidse in Salt Lake City zurückgewiesen. Einen "Rückfall in die Zeit des Kalten Krieges" nannte die Boulevardzeitung "Moskowski Komsomolez" die Proteste in den USA und Kanada gegen die angebliche Benachteiligung des mit Silber dekorierten kanadischen Paares Jamie Sale und David Pelletier.

"Amerika will uns unser einziges Gold wegnehmen", beklagte die Zeitung "Iswestija", die am Donnerstag mit dem Eiskunstlauf-Skandal aufmachte. Das Blatt verwies darauf, dass Sale/Pelletier ihre Kür zwar fehlerfrei gelaufen seien, nur sei das Programm schon zwei Jahre alt gewesen. "Man muss auch verlieren können", mahnte die "Iswestija". Zu den Gerüchten über eine Absprache der Preisrichter im Eiskunstlauf meinte die Zeitung "Kommersant", da sei wohl eine "eine kommunistische Verschwörung entdeckt" worden. (APA/dpa)

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