Glänzende Mähne oder Strohkopf

2. Mai 2002, 14:38
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Damit die Pracht nicht zum Problem wird, braucht es gute Pflege. Denn Umwelteinflüsse reizen die Kopfhaut.

Trockene und empfindliche Kopfhaut ist häufig eine Folge unzureichender Nährstoffversorgung. Dadurch kommt es zu Störungen des Fettstoffwechsels und Feuchtigkeitsmangel. Es drohen Reizungen und Allergien. Aber auch zu häufige chemische Eingriffe - Färben, Dauerwellen - können schuld sein.

Wer unter Irritationen der Kopfhaut leidet, sollte alles meiden, was eine zusätzliche Beanspruchung darstellt: heiße Föhnluft, häufiges Waschen, alkalische Waschsubstanzen, zu viel UV-Licht, alkoholhältige Stylingprodukte. Milde Shampoos, Kuren und Spülungen sind angesagt; bessert sich der Zustand nicht, sollte der Hautarzt zu Rate gezogen werden.

Die äußerte Haarschicht (Kutikula) besteht aus abgeflachten, verhornten Zellen. Sie legen sich wie die Schuppen eines Tannenzapfens in bis zu zehn Lagen um das Haarinnere. Ist diese Schicht glatt, schützt sie vor mechanischen und chemischen Einflüssen und reflektiert Licht - die Mähne glänzt. Eine geschädigte Außenhülle lässt den Schopf stumpf und strohig aussehen.

Brüchiges Haar und gespaltene Spitzen (Spliss) hat heute fast schon jede(r). Bürsten, Hochstecken, Dauerwellen, Colorationen, aber auch Sonne, Kälte, Wind und Wasser sind die Ursachen. Um Schäden zu reparieren, sollte man auf speziell abgestimmte Produkte zurückgreifen. Wichtig: Strapaziertes Haar ist meist negativ geladen. Viele Hersteller fügen ihren Mitteln deswegen positiv geladene Substanzen bei. So können sich Pflegestoffe besser am Haar anlagern.

Nach jeder Wäsche steht eine Spülung oder Kur auf dem Programm, um die geschädigte Schuppenschicht zu glätten. Gefönt werden sollte maximal lauwarm, besser ist an der Luft trocknen zu lassen. Da nasses Haar leicht überdehnt und Bruchstellen bildet, sollte man darauf verzichten, es zu kämmen. Gegen Spliss hilft nur regelmäßiges Schneiden der Spitzen. Zur Vorbeugung kennen Coiffeure einen Beauty-Tipp: Grobe Kleidungsstoffe wie Wolle wirken auf das Haar wie Schmiergelpapier, sanft ist Seide.

Die Talgdrüsen der Kopfhaut sondern ein Sebum ab, das die Haut schützt und das Haar geschmeidig macht. Wird zu viel Sekret produziert, klebt die Frisur - das Haar wird schnell fettig und strähnig, ein weit verbreitet Problem. Schuld ist meist der Hormonhaushalt. Da hilft nur eine tägliche Haarwäsche mit einem sparsamen Klecks milden Shampoos. Die Kopfhaut dabei nicht zu sehr massieren, das regt die Talgproduktion zusätzlich an. Auf häufiges Kämmen und Bürsten sollte verzichtet werden, da man sonst den Fettfilm über die gesamte Haarlänge verteilt.(APA/red)

Ein gesunder Erwachsener hat 60.000 bis 140.000 Haare auf dem Kopf.
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